1. Geborgenheit, Vertrauen, RitualeDamit sich ein Kind psychisch und körperlich gesund entwickeln kann, braucht es Sicher-heit, Geborgenheit und Vertrauen. Das Gefühl von Sicherheit und Vertrauen ist Voraus-setzung für das Lernen im intellektuellen, emotionalen und sozialen Bereich. Nur ein selbst-sicheres Kind kann seine Persönlichkeit entfalten. Dies bedeutet auch, dass ein Kind erst dann ohne Eltern in der Krippe bleibt, wenn es in die neue Umgebung Vertrauen gefasst hat. Während einer Eingewöhnungsphase gemeinsam mit Vater oder Mutter erhält es die nötige Zeit, die Betreuungspersonen kennenzulernen und sich mit der neuen Umgebung vertraut zu machen. Ein kontinuierlicher Tagesablauf und verschiedene Rituale geben dem Krippenalltag eine Struktur und dem Kind Halt, Sicherheit und ein gewisses Zeitgefühl. 2. Soziale Erfahrungen und soziales LernenDie Kinderkrippe Arche bietet Raum für soziales Lernen wie streiten, nachgeben, sich durchsetzen, Freundschaften schliessen, Konflikte austragen, Kräfte messen, eigene Grenzen wahren, andere respektieren, teilen oder auch etwas für sich behalten. Die Be-treuenden beobachten das soziale Verhalten der Kinder untereinander und bieten je nach Situation Unterstützung. 3. Kreativität, Freies SpielSpielen heisst Lernen. Im Spiel lernen Kinder sich auszudrücken, etwas zu verarbeiten, zu entwerfen, Fertigkeiten zu erproben und zu trainieren, ihre Denkfähigkeit zu entwickeln, Phantasie und Kreativität zu entfalten, tätig zu sein oder sich auseinanderzusetzen. Träume und Wünsche haben im Spiel ebenso Platz wie lustvolles sich selber erfahren. 4. Bewegung, Erfahren von Raum und UmweltSchon Säuglinge nehmen ihre Umwelt intensiv wahr. Für eine gesunde Entwicklung sind sie auf vielfältige Reize wie Farben, Gerüche, Formen, Geschmäcker oder Geräusche ange-wiesen. Äussere Reize stimulieren Säuglinge und Kleinkinder, sich zu bewegen, Räume zu erforschen sowie grob- und feinmotorische Fertigkeiten zu entwickeln und anzutrainieren. Die Gestaltung der Krippenräume ist auf diese Bedürfnisse ausgerichtet. Unsere Räumlich-keiten sind kindersicher eingerichtet, doch darf ein Kind auch lernen, Gefahren selber abzuschätzen. Auf dem Spielplatz und andern Orten im Freien sollen die Kinder regelmässig ihren Bewegungsdrang und ihre Erfahrungslust ausleben. 5. Ernährung, EssenEine gesunde, ausgewogene Ernährung ist die Grundlage für kindergerechte Speisen. Die Mahlzeiten in unserer Krippe fördern das lustvolle soziale Zusammensein. 6. Körperpflege, GesundheitDurch eine liebevolle Pflege vermittelt das Betreuungsteam den Säuglingen Zuwendung und Geborgenheit. Auf natürliche Art und dem Alter entsprechend unterstützen die Betreuenden die Kinder darin, allmählich für ihren Körper selber zu sorgen. Dem Team ist es ein Anliegen, die Wünsche nach körperlicher Abgrenzung eines Kindes zu respektieren und ihm zu helfen, seine Haltung gegenüber andern zu vertreten. 7. Schlafen, RuhezeitenDem Bedürfnis der Kinder nach Schlaf und Ruhe wird Rechnung getragen. Der Rhythmus zwischen aktiven Phasen kann von Kind zu Kind sehr unterschiedlich sein. Durch Rituale wie Singen oder Erzählen erleichtern die Betreuenden den Kindern das Einschlafen. Die Ruheräume sind so eingerichtet, dass sich die Kinder geborgen fühlen. |


